Gutenberg – es ist kompliziert

Weiter scrollen ist nicht … Da kommt aber noch was. Grrrr!

Im Grunde finde ich den Gutenberg-Editor in WordPress nicht so schlecht. Jedenfalls inzwischen. Er hat einige smarte Funktionen. Aber diverse Sachen gehen mir gehörig auf den Keks.

  • Das Kästchen mit den (wenigen) Bearbeitungsfunktionen für den aktuellen Block ist dauernd im Weg.
  • Dafür gibt es haufenweise ungenutzten weißen Raum, wo man Editierfunktionen platzieren könnte. So wie früher im TinyMCE Advanced.
  • Die Werkzeugleiste rechts ist für’n Arsch. Dauernd muss man scrollen wie blöde. Und dann kann man noch nicht mal alles von »Erweitert« ganz unten sehen (s. nächster Punkt) – je nachdem, wieviele Dropdowns man darüber gerade auf hat. Die darf man dann erst mal einzeln schließen.
  • Ich muss dauernd bis ganz nach unten in der Werkzeugleiste rollern, um »alignnone« bei »Zusätzliche CSS-Klasse(n)« einzugeben, damit meine Bilder vernünftig angezeigt werden.
  • Wichtige Funktionen fehlen gleich ganz – Text einrücken, zum Beispiel. Ja, ich weiß, dafür kann ich mir eine eigene Klasse im Customizer (Eigenes CSS) basteln …
  • Ständig muss ich in der Leiste zwischen »Beitrag« und »Block« hin- und herschalten. Bin ewig im »falschen« Modus für das, was ich gerade machen will.
  • Bei Bildern muss ich jedes Mal (!) den Link auf »Mediendatei« setzen. Dabei ist in 99 % aller Fälle der gewollte Status und sollte daher Standard sein. Wenn ich mich recht erinnere, merkte sich früher MCE den zuletzt gewählten Status.
  • Nach dem Einfügen von Links im Text darf ich jedes Mal (!) »In einem neuen Tab öffnen« anklicken. Auch das war früher nicht notwendig, weil MCE das zuletzt verwendete Merkmal immer als erstes anbot.
  • Gefühlt hat sich alles in allem die Zahl der notwendigen Klicks, bis das Gewünschte getan ist, locker verzehnfacht. Das nervt einfach ungemein.
  • Seit dem jüngsten WP-Update (auf 5.6.1) stürzt der Editor dauernd ab.

Es sind sicher noch mehr Ärgernisse, als mir im Moment einfallen. Aber es reicht, dass ich verstärkt über Alternativen nachdenke. Der Editor ist nun mal das Herzstück von WP. Wenn der nicht flutschig ist, stellt das ein zentrales Hindernis dar.

Schreibe einen Kommentar