Sauerteig – Resteverwertung der leckeren Art

Dinge wegzuschmeißen, die man noch gebrauchen kann, widerstrebt mir grundsätzlich. Das gilt ganz allgemein. Aber vor allem für Lebensmittel.

Nun hat man aber nicht immer sofort Verwendung für den Sauerteig, der so circa alle zwei Wochen anfällt, wenn neuer angesetzt wird.

Heute aber habe ich einfach die Sauerteigreste (Roggen und Weizen) für ein schnelles Brot verwendet. Es ähnelt dem Lippischen Landbrot, basiert aber fast ausschließlich auf Roggenvollkornmehl. Bis auf das bisschen Weizenmehl, das im Weizen-Anstellgut steckt.

Im Grunde ist das Rezept dieses hier. Allerdings musste ich ein wenig umdisponieren, als sich zeigte, dass ein Teil meines gesammelten Weizensauerteiges angefangen hatte zu schimmeln. Weg damit!

Nun war gerade heute wieder neues Reste-Anstellgut angefallen. Aber das reichte nicht ganz für das Rezept.

Nun denn, zur Substitution 200 Gramm Roggenmehl 1370 zuzugeben und mit dem Wasser sanft etwas nachzusteuern, kann ja nicht das Problem sein. Schließlich spricht der Teig im Kessel ja mit einem. Man muss nur hinhören.

Bei mir hat alles geklappt. Ich habe die Stückgare auf zwei Stunden bei etwa 28 Grad ausgedehnt und dann zwei Laibe nach Rezept abgebacken.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und schmeckt meiner Frau und mir grandios. Ich kann nicht versprechen, dass nicht mal zwischendurch auch was zu leckeren Sauerteigwaffeln verarbeitet wird, aber das Reste – bzw. Auffrischbrot hat es ganz sicher nicht zum letzten Mal gegeben.

Wie so oft im Leben: Zwei Fliegen, eine Klappe … 😉

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