Es geht auch nur mit Weizen

Schöne Schnitte. Mit dem selbstgemachten Lame de Boulanger gezogen, versteht sich.

Reine Weizenbrote mache ich selten – nein, nie. Toastbrote ausgenommen. Aber die beiden rustikalen Brote, die ich heute gebacken habe, sind extrem lecker und geschmacklich gar nicht eindimensional geworden.

Das liegt zum einen an den vier Saaten, die ich verbacken habe: Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam natur und Sesam geschält. Und sicher auch an dem Anteil Weizenvollkornmehl und einem Anteil Dinkel – ansonsten aber habe ich mich an das Originalrezept (nach Jeffrey Hamelman) gehalten. Jedenfalls fast: Salz habe ich leicht reduziert, Frischhefe hatte ich keine und habe sie durch Trockenhefe ersetzt. Insgesamt habe ich die Teigmenge um ein Viertel vergrößert. Sonst wäre das ja was für den hohlen Zahn.

Jau, geht gut.

Dem Quellstück habe ich nicht nur drei Stunden gegönnt, sondern deren 14, im Kühlschrank. Sicher keine schlechte Idee. Vor der Weiterverarbeitung habe ich es im warmen Wasserbad etwas temperiert. Damit der Sauerteig sich nicht erschrickt.

Das (längere) Kneten übernahm wie gewohnt und mühelos meine kleine Schwedin. Dann bekam der Teig ausreichend Zeit, um das Klebergerüst zu entwickeln, und zu reifen. Was wieder einmal beweist: Eine der wichtigsten Zutaten beim Backen für guten Geschmack ist – Zeit.

Fazit: Lecker. Kann man gerne mal zwischendurch machen. Aber grundsätzlich finde ich Mischbrote mit Roggenanteil doch interessanter.

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