Die Freuden eines Backtages

Ein schöner Laib, knapp 1.580 Gramm schwer.

Mit dem ersten Teil des Back- bzw. Teigtages bin ich sehr zufrieden. Das Vierkornbrot von Lutz in meiner Variation mit Gerstenschrot ist gut gelungen, wie sich nach einer ersten Verkostung zeigt. Erst, wie immer, nur mit Butter. Dann noch eine Scheibe mit Weichkäse. Sehr lecker, keine Frage.

Recht gleichmäßige Krume. Da kann man nicht meckern.

Wie die Emmer-Dinkel-Wurzeln schmecken werden, werde ich erst morgen wissen. Sie werden passend zum Frühstück abgebacken. Zum Glück muss man dafür nicht allzu früh aufstehen. Das ist der Vorteil der langen, kühlen Gare. [1]Ich habe diesen Bericht inzwischen ergänzt.

Das Vierkorn bringt den erwarteten reichhaltigen Geschmack. Für Toast-Tussis ist das eher nix, aber rustikale Typen kommen auf ihre Kosten. Viel Kruste, wie das bei freigeschobenen Broten nun mal so ist, eine nicht eben wattige, aber hinreichend weiche, gleichmäßige Krume. Ein gutes Brot fürs Herzhafte. Ohne Chichi. Westfälisch-lippisch, würde ich sagen.

Der Mangel an Gerstenvollkornmehl war letztlich keiner, da das von mir flugs spontan hinzugedichtete Quellstück aus zufällig verfügbarem Gerstenschrot das locker kompensiert und sogar noch ein Extra an Haltbarkeit bringen dürfte.

Würde ich das Brot noch einmal so backen? Unbedingt.

Kleiner Abstecher.

Es schmeckt noch besser als es aussieht.

Da ich eh schon in der Küche stand, habe ich noch einen kleinen Imbiss bereitet: Filet Teriyaki mit Sesam-Möhren und dazu, wie üblich, den himmlischen Sadri-Reis.

Wer backt, soll auch anständig essen. Auch und gerade in Corona-Zeiten. 🙂

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Es ist Samstagmorgen, 8.30 Uhr. Der Backofen wird angeschmissen. 250 Grad, Klimagaren (mit Schwaden). Der Teig für die Emmer-Dinkel-Einkorn-Wurzeln wird aus dem Kühlraum geholt. Grund zur Hetze besteht nicht. Der Ofen mit dem Backstein drin muss ja eh erst gründlich auf Temperatur kommen. Zeit, das Frühstück vorzubereiten, Kaffee zu kochen und sich dann erst den Wurzeln zu widmen.

Schön krumm. Kurz vor dem Einschießen.

Da ist jetzt gar nicht mehr viel zu machen. Nur den Teig dritteln, die Stücke längen, ordentlich bemehlen und dann schön verdrehen, um das wurzelige Aussehen zu erzeugen.

Das Einschießen geht dann fast noch schief, da zwei der drei Wurzeln nicht vom bemehlten Holz wollen und sich verzweifelt festkrallen. Zum Glück lässt sich das noch ohne Verbrennungen auf dem Backstein beheben.

Nach gut 25 Minuten ist das Werk, das am Donnerstag mit dem Mehlkochstück begonnen hatte, vollbracht. Drei wunderschöne, duftende Wurzelbrote liegen im Korb. Mild, leicht nussig, mit reichem Aroma dank der verschiedenen Mehle Dinkel-Vollkorn, Emmer und Einkorn eignet es sich sehr gut für nahezu alles, was normalerweise so auf einer Frühstückstafel steht – ob süß oder herzhaft.

Ein wirklich tolles Backwerk.

Anmerkungen

Anmerkungen
1 Ich habe diesen Bericht inzwischen ergänzt.

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